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Philippinen

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Eine weitere Schiffreise brachte uns von Sandakan in Sabah auf die Philippinen. Die Route führte durch das Sulu-Archipel, welches wie unser Ziel Mindanao Heimat des muslimischen Teils der sonst überwiegend katholischen Bevölkerung der Philippinen ist. Unabhängigkeitsbestrebungen, Rebellionen und Entführungen machten das Archipel weltberühmt. Uns wurde zwar mehrfach versichert dass die Überfahrt, ohne Stopp in Tawi-Tawi oder Jolo, sicher sei, doch wurde uns immer wieder abgeraten auf Mindanao Rad zu fahren. Demnach stand eine weitere Schiffsüberfahrt auf eine “sichere” Insel an. Wir kamen um 2 Uhr nachts in Zamboanga City an und fuhren durch die dunklen Straßen die nach der mittlerweile bemerkenswerten Sauberkeit Malaysias dreckig und chaotisch wirkten, selbst bei Nacht. Nach kurzer Zeit wurden wir auf unserer Hotelsuche von Kindern verfolgt, die uns scheinbar helfen wollten aber uns nebenbei immer wieder anbettelten. Da die Nacht mittlerweile weit fortgeschritten war wollten wir erst für die nächste Nacht einchecken, was in allen Hotels erst ab 5 Uhr möglich war. Als wir eine passende Unterkunft gefunden hatten schliefen wir neben dem Sicherheitspersonal zwei Stunden auf einer Couch in der Lobby bis wir auf unser Zimmer konnten. Nachdem wir geduscht und ausgeruht hatten machten wir uns auf die Suche nach den Schiffsagenturen um ein Ticket nach Dumaguete auf Negros zu kaufen. Zwei Schiffsgesellschaften befahren diese Route, wovon ein Schiff gerade in Reparatur war und das andere noch am selben Tag abends fuhr. Da das nächste Schiff erst mehrere Tage später fahren sollte, kauften wir ein Ticket für den Abend.

Zamboanga City war geradezu ein Schock nach den gemächlichen Städten der letzten Wochen. Tausende Menschen drängten auf viel zu schmalen Gehwegen und Straßen. Noch dazu versuchte ein kleiner Junge mir den Geldbeutel aus der Tasche zu klauen, wahrlich ein anderes Land hier!

Dagegen war die Schifffahrt nach Dumaguete per “Superferry” ein wahrer Luxus, selbst in der billigsten Klasse. Alles sauber, alles neu, sogar Decken und Kissen gab es und ein essbares Frühstück – kein Vergleich zu PELNI in Indonesien! In Dumaguete angekommen verliessen wir den Hafen gar nicht, sondern boardeten direkt die RoRo-Fähre (= “Roll On, Roll Off”) nach Siquijor, eine kleine Insel, die von Lonely Planet als ein Paradies mit den billigsten Unterkünften der Philippinen beschrieben wird. Da ich immer noch auf der Suche nach Stränden war, die den Vergleich mit Südthailand bestehen können, wollten wir unser Glück hier versuchen. Eine große, alte katholische Kirche war das Erste was wir sahen. Unser Weg entlang der Küste führte vorbei an Palmen, Aussichten aufs Meer und bunten Läden mit San-Miguel-Werbung. Nach den “trockenen” Ländern Indonesien und Malaysia freuten wir uns schon seit Tagen auf ein gutes, billiges Bier! Im Norden der Insel fanden wir einen bezahlbaren (von wegen günstig …) Bungalow am Meer bzw. am Strand; das Meer war sehr weit draußen, wir versuchten dennoch zu schwimmen, gaben aber nach mehreren hundert Metern durch Matsch Waten auf. Nach einem Tag Nichtstun umfuhren wir die Insel und nahmen die Fähre nach Dumaguete zurück.

Dumaguete gefiel uns sehr gut, eine Universitätsstadt in der es sogar Bars hatte, was in Südostasien abgesehen von den Touristenorten eine Seltenheit darstellt. Leider regnete es immer wieder stark, obwohl hier doch gerade Trockenzeit sein sollte … unsere Motivation länger in den Tropen oder besser gesagt in Südostasien zu bleiben sank täglich. Wir buchten einen Flug von Cebu City auf der Nachbarinsel nach Macau, und nahmen letztlich wieder ein Schiff da der Regen nicht aufzuhören schien. In Cebu City verbrachten wir fast eine Woche bevor der Flug über Manila nach Macau ging. Wir befürchteten erneut Ärger mit einem vermeintlich benötigten Weiterreise- oder Rückflugticket, doch glücklicherweise liess sich die Dame am Schalter von Cebu Pacific von unserer Versicherung beeindrucken dass Macau kein Ticket von Deutschen sehen will. Obwohl wir uns da selber nicht ganz sicher waren …

[thaya]